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Kulturverein Bahnhof

"Ein Bahnhof ist jenes Haus, in dem wir – mit Ausnahme des Bahnhofspersonals – die kürzesten Stationen unseres Lebens verbringen. So rasch, wie wir angekommen sind, verlassen wir den Bahnhof wieder. Er ist eine Durchzugsstation. Passieren wie im Fall von Andelsbuch keine Züge mehr den Bahnhof, bleibt nur das Echo jener, die einst durchgezogen sind – und das Schattenspiel verlorener Gemeinschaft. Echo, Schatten an den Wänden und ihr Spiel – der Bahnhof ist zum Schauspielhaus ohne Menschen geworden, zum Theater für niemanden. Die Station Andelsbuch, eine Kunsthalle am Kontinent Niemandsland."
Christian Zillner aus "bahnhof verstehen" erschienen in der edition bahnhof 2008

Die Geschichte des kulturverein bahnhof ist sehr eng mit dem Gebäude "Bahnhof Andelsbuch" verbunden, denn ohne Bahnhof kein Verein!

Das Gebäude wurde nach der Auflösung der Wälderbahn 1982 nur noch sporadisch genützt. Man diskutierte über eine Dorfplatzgestaltung ohne Bahnhof, das heißt, man wollte das Gebäude eigentlich abreißen. Im Herbst 1999 gründete eine kleine Gruppe den kulturverein bahnhof, Gründungsmitglieder waren Hannes Metzler, Frank Broger, Ursula Koch, Dorothea Manser, Lukas Manser, Mario Meusburger und Margarete Broger. Von der Gemeinde erhielten sie die Genehmigung, den Bahnhof so lange zu bespielen, bis entschieden sei, was weiter mit Gebäude und Platz passieren wird.


Eröffnet wurde der Bahnhof als Kulturstätte im Mai 2000 gemäß dem Motto: Der bahnhof steht für Ankommen, Aufenthalt und Begegnung. Durch die Einrichtung als kultureller Treffpunkt wurde dem alten Bahnhof diese Funktion wiedergegeben.

Der kulturverein bahnhof organisiert rund vierzig Veranstaltungen pro Jahr, etwa dreißig davon im Gebäude selbst. In den Vereinsstatuten werden zwei wichtige Punkte festgehalten: erstens regionale Kultur und KünstlerInnen zu fördern und zweitens Veranstaltungen zu Kulturphänomenen, die in der Region wenig präsent sind, anzubieten.
Förderungswürdige KünstlerInnen gibt es im Bregenzerwald viele. Um ihre Werke zu präsentieren, veröffentlicht der Kulturverein Bahnhof auch Bücher. Für das erste Buchprojekt "Inwendiges" von Gerhild Isenberg wurde kurzerhand 2003 die edition bahnhof gegründet. In dieser Edition erschien zum Beispiel 2005 der Band "kreuzungen" mit Gedichten von Norbert Mayer und Skulpturen von Armin Rupprechter.

Die Edition fungiert auch als Plattenlabel. Einige Musiker aus der heutigen Formation des holstuonarmusigbigbandclub traten immer wieder im bahnhof auf. Der bahnhof ist sozusagen die Geburtsstätte dieser Band. So brachte der Kulturverein Bahnhof 2007 ihre erste CD "Querschlager" und 2008 die zweite CD "free sin" in der edition bahnhof heraus.

Ein besonderes Augenmerk gilt der Literatur. Der bahnhof veranstaltet gerne Lesungen mit AutorInnen, so waren bereits Josef Haslinger, Alfred Komarek oder Wäis Kiani im bahnhof. Stets ausgebucht ist die jährliche "Lesung mit Essen". Ausstellungen von international bekannten KünstlerInnen wie Ona B., Paul Albert Leitner, Norbert Brunner oder Manfred Egender sind im bahnhof beinahe schon eine Selbstverständlichkeit. Dabei kommt es durch das besonders heimelige Ambiente sowohl im bahnhof als auch im Dorf oft zu anhaltenden Freundschaften.

http://www.bahnhof.cc/